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Wie Lena ihre Firmenrede drehte.

VP Engineering, Series-B Startup, sechzig Leute im Raum. Sie hatte zwei Firmenreden hintereinander verloren. Was im dritten anders war. Eine Challenge, ein Framework, vier Wochen Drill.

Von Wlad Jachtchenko · 17. Juni 2026

Lena ist VP Engineering in einem Series-B Startup. Sechzig Leute in ihrem Bereich, davon zwölf Tech-Leads. Bis zum letzten Quartal galt sie als brillante Architektin und mittelmäßige Kommunikatorin. Das war ihre Selbstbeschreibung, nicht meine.

Im Januar hatte sie zwei Firmenreden hintereinander verloren. Verloren heißt: nach beiden gab es eine Welle an 1:1-Anfragen ihrer Tech-Leads die sich "alignen" wollten. Wenn deine Firmenrede funktioniert, gibt es keine Alignment-Anfragen danach. Wenn nicht, kommt die Welle.

Die Diagnose.

Lena machte die kostenlose Diagnose auf leadercheck.de. KI-Readiness 78. Rhetorik 41. EQ 69. Der Score sagte klar: ihre Lücke ist Rhetorik, nicht Strategie oder Empathie. Sie wusste was sie sagen wollte. Sie wusste nicht WIE sie es so strukturieren konnte, dass die anderen es ohne Nachfrage verstanden.

Tag 1 bis 10: SEXIER an realen Cases.

Die ersten zehn Tage waren reines SEXIER-Training. Sechs Schritte: Statement, Explanation, eXample, Impact, Explanation of Impact, Rebuttal. Jede Übung kam aus Lenas echtem Backlog. Sie tippte ihre aktuelle Firmenrede-Roadmap in den Bot, der Bot strukturierte sie nach SEXIER, sie las laut, der Bot korrigierte den Sub-Skript der zu vage war.

Am Tag 7 hatte sie ein Skript für die nächste Firmenrede. Sechzehn Minuten gesprochene Zeit, drei klar getrennte Blöcke, jeder mit einem eXample das aus dem aktuellen Quartal kam. Kein einziger generischer Strategie-Satz.

Tag 11 bis 20: Drei Säulen einbauen.

Phase zwei war emotional anstrengender. SEXIER strukturiert WAS du sagst. Drei Säulen entscheidet WIE der Empfänger es aufnimmt. Logos ist der Fakt, Ethos ist deine Glaubwürdigkeit, Pathos ist die emotionale Brücke.

Lenas erste Drei-Säulen-Übung war zu 90 Prozent Logos. Reine Fakten, keine persönliche Geschichte, keine Anker zu den Schmerzpunkten der Tech-Leads. Sie hatte das Gefühl Pathos sei unprofessionell. Der Bot zeigte ihr drei Pathos-Sätze aus historischen Reden von CTOs ihrer Industrie. Sie überzog ihr Skript um sieben persönliche Sätze.

Tag 21 bis 28: Live-Drill mit Wlad.

Im Plus-Plus gibt es alle zwei Wochen einen Live-Termin mit Wlad. Lena nutzte den ihrer Challenge für eine volle Vortrags-Probe. Sechzehn Minuten ungeschnitten, dann zwanzig Minuten Wlad-Feedback. Drei Korrekturen kamen heraus: das eXample im zweiten Block war zu lang, der Rebuttal-Block war zu defensiv, der Pathos-Anker im dritten Block war ein zwei-Sätze-Move statt einer kompletten Story.

Lena übte die drei Korrekturen weitere zwei Tage. Tag 29 las sie das Skript zum letzten Mal vor dem WladBot, der korrigierte zwei Wort-Wahl-Details. Tag 30 war die echte Firmenrede.

Was bei der dritten Firmenrede passierte.

Die Welle der Alignment-Anfragen kam nicht. Stattdessen kamen zwei E-Mails von Tech-Leads die schrieben: "Ich verstehe jetzt zum ersten Mal woran wir das nächste Quartal arbeiten." Eine davon kam vom Tech-Lead der bei den zwei vorherigen Firmenreden am lautesten gegen die Roadmap argumentiert hatte.

Sechs Wochen später, im Zwischenbericht den Lena uns schickte, hatte sich der erste sichtbare Effekt gezeigt: die Anzahl der Engineering-1:1-Anfragen pro Firmenrede war von zwölf auf zwei gefallen. Ihr Kalender gewann pro Woche etwa vier Stunden. Ihre Tech-Leads gewann jeweils ein Item Klarheit. Beide Seiten arbeiteten an mehr Output bei weniger Meta-Diskussion.

Ich hatte zwölf Bücher zu Public Speaking gelesen. Ich hätte mehr lernen können wenn ich die zwölf Bücher in einen Schrank gestellt und eine Challenge mit dreißig Drills gemacht hätte.

— Lena S., VP Engineering, Series-B Startup (anonymisiert auf Anfrage)

Was du davon mitnehmen kannst.

  • Eine Skill-Lücke ist nicht "kann nicht reden", sondern "fehlt das Struktur-Skript". Skripte sind trainierbar in 30 Tagen.
  • Die Diagnose zuerst · ohne Score blockiert man oft an der falschen Dimension. Lenas Strategie war nicht das Problem.
  • Live-Drill mit dem Original übertrifft jede Buch-Lektüre. Eine Vortrags-Probe mit Wlad ersetzt sechs Wochen Selbst-Reflexion.
  • Output messen, nicht Input. Vier Stunden weniger Alignment-Wash pro Woche ist die echte Metrik, nicht "ich fühle mich klarer".

Wenn du dich in Lenas Setup wiedererkennst, beginne mit der kostenlosen Diagnose. Sie sagt dir in fünf Minuten ob deine Lücke wirklich Rhetorik ist oder eigentlich etwas anderes.

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