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KI-Halluzinationen erkennen · was jede Führungskraft wissen muss.
KI erfindet Quellen, Zahlen und Fakten. Hier die drei Anzeichen die sofort warnen sollten, und der 30-Sekunden-Verifikations-Check vor jeder wichtigen Entscheidung.
Von Wlad Jachtchenko · 21. August 2026
KI-Halluzinationen sind keine Bugs. Sie sind das Feature. Jedes Sprachmodell ist ein Wahrscheinlichkeits-Vervollständiger · wenn die echte Information fehlt, füllt es mit dem statistisch nächstliegenden Plausiblen auf. Das wird sich nicht ändern, auch nicht in GPT-5 oder Claude 5.
Was sich ändern muss: dein Reflex. Bevor du etwas was die KI dir gab in einen Stripe-Pitch, ein Board-Paper oder ein Kunden-Gespräch packst, lauf 30 Sekunden Verifikation.
Drei Warnsignale für eine Halluzination.
Eins: extrem präzise Zahlen ohne Quelle. "73,2% der Manager geben an…" · wenn keine Quelle angefügt ist, hat das Modell das wahrscheinlich erfunden. Echte Zahlen kommen mit Quelle oder werden als "ich kann das nicht verifizieren" markiert.
Zwei: zitierte Bücher oder Studien die auf den ersten Blick existieren könnten. "Wie Daniel Kahneman in seinem Buch "Schnelles und langsames Denken" schreibt…" · ok, das existiert. Aber "wie Kahneman 2019 in seinem Paper "Decision Architecture in Volatile Markets" ausführt…" · das musst du googeln, oft existiert es nicht.
Drei: ein zu glatter, in sich geschlossener Argumentations-Bogen. Echtes Wissen ist meist messy, hat Lücken, widerspricht sich an Rändern. Wenn die KI dir einen perfekt aufgebauten Argumentations-Tower präsentiert, halt einmal an.
Der 30-Sekunden-Verifikations-Check.
In meiner Praxis: 1 von 8 Coaching-Sessions hat irgendwann den Moment wo der Klient mir eine "Statistik" vorliest die die KI erfunden hat. Sie wirken plausibel, sind aber Müll. Ein Klient hat in einem Investor-Pitch eine Zahl gebracht die nicht existierte · der Investor wusste es. Das war das Ende des Pitches.